Editorial 2016 Regi Die Neue

Happy New Year 2016

Peter-VR-Präsi-RDN

Peter Bühler, VR-Präsident Regi Die Neue

Liebe Leserinnen, liebe Leser

Wie ist es Ihnen im 2015 ergangen? Haben Sie erfolgreiche 365 Tage erlebt? Oder eher nicht? Waren die Herausforderungen für Sie gross oder gingen Sie es eher gemütlich an? Waren Schicksalsschläge Ihr Los oder haben Sie im Lotto gewonnen? Fühlten Sie sich eher wie Ex-Fifa-Präsident Sepp Blatter (Verlierer des Jahres) oder Tennisstar Stan Wawrinka (Gewinner des Jahres)? Die Aufhebung der Euro-Untergrenze der Schweizer Nationalbank, die Flüchtlingsströme quer durch Europa, die täglichen Kriegsbilder von Syrien und die nicht enden wollenden Diskussionen rund um den Klimawandel (auch, weil wir schon wieder grüne Weihnachten feierten!) – all das war uns dank Fernsehen, Internet und Zeitungen tagaus tagein näher, als uns manchmal lieb gewesen wäre.

Ja, und in diesem breitgefächerten Mosaik der Ereignisse bestritt auch die «REGI Die Neue» ihr fünftes Betriebsjahr – als wichtiges und liebgewonnenes Zeitungsrelikt, welches zweimal pro Woche für das Tannzapfenland und über den Hinter- und Südthurgau berichtet. Vieles läuft gut bei uns in der schönen und beschaulichen Schweiz, oft sogar hervorragend! Trotzdem gibt auch mir vieles zu denken! Wir haben einen hohen Wohlstand, aber eine niedrige Toleranz. Wir kaufen viel, besitzen aber wenig. Wir haben eine immense Ausbildungsdichte, dafür immer weniger Vernunft. Wir kennen immer mehr Medikamente, trotzdem leidet unsere Gesundheit. Wir haben den Besitz vervielfacht, unsere Werte aber reduziert. Wir verlangen immer nach noch mehr Experten und Expertisen, trauen allen und allem aber immer weniger. Wir lesen zu wenig, sehen dafür zu viel fern; wir beten zu wenig, jammern dafür zu viel! Wir fordern von der Gesellschaft, leben aber die Individualität. Wir möchten alles geregelt haben, schimpfen aber über Verbote und Regulierungen. Und, und, und…  – diese Liste liesse sich beliebig verlängern. Es liegt mir fern, hier eine Moralpredigt zu halten; nichtsdestotrotz sollten wir uns schon ein wenig mehr darauf besinnen, ob das Glas wirklich halb leer oder nicht doch halb voll ist. Die Jammerkultur in der Schweiz hat einen Stand erreicht, der uns je länger je mehr lähmt und verängstigt. Und das ist keine gute Ausgangslage für die vielen bevorstehenden Herausforderungen.

Die «REGI» hat eine arbeitsreiche Zeit hinter sich; mit Freude, Elan und ungebrochenem Optimismus, gepaart mit (noch mehr) Vitalität wollen wir auch das neue Geschäftsjahr angehen. Die «REGI» ist nicht nur wieder da, sondern hat auch 2015 ganze Arbeit geleistet. Das ist alles andere als eine Selbstverständlichkeit, dürfen sich doch nicht mehr viele Regionen in unserem Land im Zeitalter von Social Media wie Twitter und Facebook einer eigenen Lokalzeitung erfreuen. Darf man bei einem solchen Privileg nicht auch ein wenig  stolz und dankbar sein? Wir werden den eingeschlagenen Weg auf jeden Fall weiter gehen und den Aufbau der «REGI» weiter vorantreiben. Wesen und Werthaltung einer Genossenschaft werden wir dabei nicht aus den Augen verlieren. Das sind wir uns schuldig!Ein solches Zeitungsprojekt wäre ohne den unermüdlichen Einsatz Vieler nicht auf eine erfolgreiche Basis zu stellen. Als Genossenschaft konzipiert, spüren wir das Wohlwollen zahlreicher Menschen in unserer Region. Genossenschaften sind bekanntlich ja freiwillige Zusammenschlüsse auf der Basis von gleichen Interessen. Dass auch «REGI Die Neue» in Zukunft Gewinne erwirtschaften muss, versteht sich von selbst. Wir werden die Abonnentenpreise deshalb per 2016 erstmals nach fünf Jahren moderat anpassen. Nicht aus Gewinnmaxi-mierungsgründen, sondern um die Idee einer eigenen Lokalzeitung auch zukünftig mit Erfolg weiter verfolgen zu können. Wir zählen dabei auf Ihr Verständnis!

Ich möchte Ihnen an dieser Stelle herzlich für Ihre Treue zu unserer noch jungen Zeitung danken; danken möchte ich besonders auch unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, welche die «REGI» erst zu dem machen, was Sie jetzt gerade wieder in den Händen halten. Mit der Fairdruck AG in Sirnach haben wir nicht nur einen tollen Druckpartner an unserer Seite, sondern wir «geniessen» in deren Domizil in Sirnach auch Gastrecht. Herzlichen Dank – wir sehen das nie einfach als Selbstverständlichkeit an. Und in meine Dankesworte schliesse ich ebenfalls meine Kollegen vom Verwaltungsrat mit ein. Sie legen sich seit Anbeginn unentgeltlich und mit viel Herzblut für «ihre» Zeitung ins Zeug. Ein grosses Merci dafür!Ich wünsche Ihnen allen ein fantastisches Jahr 2016; ein Jahr, das Ihnen allen viel Freude, Gesundheit und Wohlbefinden bescheren soll. Seien Sie optimistisch, was die Wirtschaft betrifft, fröhlich, wenn Sie mit Freunden und der Familie zusammensitzen und zuversichtlich, was die Zukunft anbelangt. Auch über die Neujahrswoche hinaus. Die «REGI» und auch ich wünschen Ihnen auf diesem Weg jedenfalls ein schönes, erfolgreiches und gutes neues Jahr und wir freuen uns auf viele nette Begegnungen im 2016 mit Ihnen!

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